Wärmewende mit Zukunftslust 🌎 

Wärmewende mit

Zukunftslust 🌎

Kommunale Wärmewende

Bis zum 30. Juni muss Berlin, wie alle Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern, einen kommunalen Wärmeplan beschließen, denn Deutschland muss bis 2045 CO2-neutral heizen.


Der Wärmeplan ist nicht verbindlich, zeigt aber auf der Ebene der einzelnen Baublöcke, wo Fernwärme bereits existiert bzw. geplant ist, und wo Anwohner individuelle oder gemeinschaftliche Lösungen entwickeln können.

 

Zu letzteren gehören klimafreundliche Technologien wie Wärmepumpen, Geothermie und PV-Anlagen, die miteinander kombiniert werden können.


Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass das noch zu verabschiedende Gebäudemodernisierungsgesetzt (GMG) Haus- und Wohnungseigentümer:innen mehr Entscheidungsspielraum geben wird, wie sie heizen und welches finanzielle Risiko sie tragen möchten.


Daher sind aktuell viele Fragen offen, doch gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Öl- und Gaskrise erscheint ein Umstieg auf umweltfreundliche Technologien ökonomisch mehr als vernünftig.


Wärmewende mit Zukunftslust

Wir möchten im Kiez eine Diskussion über die künftige Wärmeversorgung anstoßen und euch zunächst einen Überblick über die aktuellen Rahmenbedingungen, wie gesetzliche Anforderungen, Klimaziele und Kommunale Wärmeplanung, etc. verschaffen.


Darüber hinaus möchten wir euch unsere bereits erarbeiteten Visionen einer gemeinsamen Wärmeversorgung vorstellen, eure Vorstellungen, Fragen und Sichtweisen auf die Herausforderungen im Hinblick auf dieses Thema in Erfahrung bringen und über mögliche kollektive Lösungen im Kiez diskutieren.


Auf unserer Auftaktveranstaltung "Wärmewende mit Zukunftslust" am 12. Mai 2026 hattet ihr erstmalig die Gelegenheit euch zu informieren und einzubringen.


Auf dem Podium gab Ulrike Linnig, Energie-Guide bei Zukunftslust, einen ersten Einblick in unsere Arbeit und unsere Ideen. Im Anschluss erklärte Reiner Wild, ehemaliger Geschäftsführer vom Berliner Mieterverein und heute ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Klimaschutzrat des Landes Berlin, in seiner Keynote die klimabedingte Notwenigkeit zum Umstieg auf eine CO2-freie Wärmegewinnung, erläuterte die ökonomischen Vorteile und ordnete die politische Debatte rund um das neue GMG (Gebäudemodernisierungsgesetz) ein.


Michael Viernickel vom Aktionskreis Energie e.V. und erQ Analytics GmbH gab darüber hinaus einen eindrucksvollen Überblick über die technologischen Möglichkeiten rund um die Gebäudesanierung inklusive der Strom- und Wärmeerzeugung. 


An drei Thementischen, moderiert von Dr. Günter Schlusche (Stadtplaner und Architekt), Tilman Liero (Innovationsmanager) und Reiner Wild (ehem. Berliner Mieterverein), wurde anhand von praktischen Beispielen aus der Nachbarschaft angeregt diskutiert und auf individuelle Fragen eingegangen.


Ein gelungener Auftakt für die „Wärmewende mit Zukunftslust“, der uns in unserem Vorhaben bestärkt über das KfW-Programm 432 das Thema Energie- und Wärmewende in ein gesamtstrategisches Konzept zu gießen.


Wer nicht dabei sein konnte, kann sich die Präsentaionsfolien hier anschauen:

Außerdem empfehlen wir euch für weitergehende Informationen folgende Links:


Next Step: Besuch im Heizungskeller

Bei unserem Referenten Michael Viernickel in Mariendorf gibt es am 13. Juni die Möglichkeit der „Wärmewende zum Anfassen“. Gemeinsam besuchen wir sein privates Wohnhaus, welches er seit 1990 immer wieder modernisiert und mit aktueller Technik ausstattet.

 

Hier die Eckdaten zu seinem Haus:


  • ehemaliges 2-Familenhaus BJ 1927
  • 1990 Umbau auf 4-Familienhaus mit mäßiger Dämmung, Verwendung alter Bauteile des Gebäudes und baubiologisch unbedenklicher Materialien
  • 3-geschossiger Wintergarten als Klimapuffer, Vakuumröhrenkollektoren, 1,7 kW PV, Wand-, Decken-, Fußboden und Radiatorenheizungen gemischt, Grauwassernetz aus Zisterne
  • 2000 Umrüstung der Ölheizung auf Grundwasser-Wärmepumpe (27 kW) mit einer Bohrung (Grundwasserzirkulationsbrunnen)
  • 2023 Austausch der Wärmepumpe mit Erweiterung auf Kühlfunktionalität
  • 2024 Installation von 16 Modulen „Balkon-PV“ à 400 Watt = 6,4 kW


 

Wer bei "Wärmewende mit Zukunftslust" tiefer einsteigen möchte, der kann bei der AG Strom & Wärme mitmachen und schreibt dafür einfach eine Email an Ulrike Linnig. Wer an dem Besuch bei Michael Viernickel interessiert ist, kann sich ebenfalls formlos per Email an sie wenden.