WASSER  |  von Annette Eni

Am 22. März ist Weltwassertag

Feiert mit uns die wertvollste Ressource der Welt im LIO-Einkaufszentrum an der Kaiser-Wilhelm-Straße


Wasser ist von entscheidender Bedeutung für alles Leben auf der Erde. Doch Übernutzung, Verschmutzung und die Klimakrise gefährden die Wasservorräte weltweit – mit weitreichenden Folgen für die Ökosysteme und uns Menschen. Über ein Viertel der Weltbevölkerung hat zudem keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Um das zu ändern, erklärten die Vereinten Nationen 2010: Wasser ist ein Menschenrecht. Es soll gesundheitlich unbedenklich und für alle Menschen zugänglich sein.


Um auf die essenzielle Bedeutung von Wasser als Lebensgrundlage aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen den Weltwassertag initiiert, der seit 1993 jährlich am 22. März gefeiert wird.


In diesem Jahr wollen wir den Weltwassertag gemeinsam mit euch im LIO in der Zeit von 11:00 bis 16:00 Uhr feiern. Freut euch auf ein buntes Programm mit vielen Infos, Experimenten, Gewinnspiel, Basteltischen, Fachvorträgen, Kaffee & Kuchen und vieles mehr.

Weltwassertag im LIO am 22. März von 11 bis 16 Uhr

Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt, doch das war nicht immer der Fall. In ihrer Entstehungszeit glich die Erde einem Feuerball: Einen großen Teil ihres Wassers erhielt sie vermutlich erst vor etwa 4 Milliarden Jahren als Kometen und Asteroide auf der Erde einschlagen. Die Himmelskörper aus entfernten, kühleren Winkeln des Sonnensystems bestanden großenteils aus Eis, das angesichts der enormen Hitze umgehend in der Atmosphäre verdampfte. Als sich die Temperaturen im Laufe der Zeit nach und nach abkühlten, prasselte das Wasser als Sturzregen über Jahrtausende auf die Erde zurück und überflutete sie. In den Tiefen des entstehenden Urozeans wird schließlich das Leben seinen Anfang nehmen.


Heute befinden sich 97,1 Prozent des gesamten Wasservolumens der Erde als Salzwasser überwiegend in den Ozeanen. Der Rest ist Süßwasser, das zu 99,7 Prozent quasi permanent in Eiskörpern und tiefen Grundwasserschichten gebunden ist. Die übrigen 0,3 Prozent Süßwasser – etwa 120.000 Kubikkilometer – zirkulieren im Laufe eines Jahres zwischen Meer und Land; ober- und unterirdisch, in flüssigem, festem oder gasförmigem Aggregatzustand. Alles in allem ein perfekter Kreislauf: Letztlich fließt dieselbe Menge, die in der Atmosphäre vom Meer zum Land weht, wieder zum Meer hin ab.


Durch menschliche Eingriffe ist der Wasserkreislauf allerdings tiefgreifenden Veränderungen ausgesetzt. In vielen Regionen der Erde werden die Wasservorräte übernutzt oder verunreinigt. Darunter leiden Ökosysteme genauso wie Landwirtschaft, Industrie und Haushalte, die dadurch schwerer mit Wasser versorgt werden können. Auf der ganzen Welt finden sich Beispiele für dramatische Entwicklungen.


In fast allen Gebirgen schmelzen die Gletscher infolge der globalen Erwärmung immer schneller ab. Verheerend sind die Folgen für Ökosysteme und Gesellschaften flussabwärts, die von der zunächst ansteigenden, später sinkenden Zulieferung von Fluss- und Schmelzwasser betroffen sind. Die Biodiversität in und an Gewässern sinkt so rapide, dass bereits ein Viertel aller erfassten Süßwasserfischarten vom Aussterben bedroht sind.

Zukunftslust und die FEIN-Förderung

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen stellt dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf jedes Jahr Fördermittel zur Verfügung, um Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur mit Vorhaben zur Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbinden.


Ziel ist die Stärkung des nachbarschaftlichen Engagements, die Aktivierung des ehrenamtlichen Interesses sowie die Stabilisierung des Wohnumfeldes und der sozialen Strukturen.


Koordiniert werden die Förderprojekte über die Sozialraumorientierte Planungskoordination, kurz SPK, die auch die Mittelbeantragung begleitet.

Anfang Oktober vergangenen Jahres sind wir mit unserem Pilotprojekt-Förderantrag auf das SPK zugegangen und haben offensichtlich viele Punkte unterschätzt. So hätte man gerne seitens des SPK früher über die Absicht einer Antragstellung wissen wollen und sich im Vorfeld eine engere Zusammenarbeit gewünscht. Leider steht das nirgendwo geschrieben, so dass wir davon ausgegangen sind, dass bei einer gesetzten Einreichungsfrist zum 31.10.2025 ein vierwöchiger Vorlauf ausreichend wäre.


Vergangene Woche kam dann die Absage, d.h. die Senatsverwaltung hat unser Projekt nicht befürwortet. Die Antwort, warum genau wir keinen Zuschlag erhalten haben, steht dabei noch aus. Liegt es daran, dass der Senat weniger Projekte als bisher fördert oder hatte es inhaltliche Gründe?


Für uns ist das sehr schade, denn mit der Projektförderung wollten wir einen Treffpunkt im Kiez realisieren. Einen Raum, wo wir persönlich ansprechbar sind, wo man Info-Veranstaltungen durchführen kann, wo sich die Anwohnenden bei Kaffee oder Tee austauschen und kennenlernen können, und vieles andere mehr.


Nun sind wir zumindest eines: schlauer. Für die kommende Förderperiode werden wir daher mit der Projektbeantragung früher beginnen und auch das SPK stärker in den Prozess miteinbeziehen. –Vielleicht klappt es ja dann in 2027.


KfW-Förderung

Ein weiteres Beispiel dafür, wie staatliche Förderung funktioniert – oder eben auch nicht – ist das KfW Programm Energetische-Stadtsanierung, wieder aufgelegt Ende November 2025.


Damit sollen integrierte Quartierskonzepte entwickelt und umgesetzt werden, die Versorgungssysteme effizienter machen, erneuerbare Energien einsetzen, grüne Infrastruktur und klimafreundliche Mobilität ausbauen, etc.


Für die Konzeptentwicklung stehen bis zu 200.000 EUR (1 Jahr) zur Verfügung, für das Sanierungsmanagement bis zu 400.000 EUR bei einer Laufzeit von 5 Jahren. Dieses Programm trifft im Prinzip genau das, was Zukunftslust sich zur Aufgabe gemacht hat und erreichen will. 

Antragsteller muss eine Kommune sein (für Berlin: Bezirk oder Senat) und der Zuschuß kann an gemeinnützige Akteure weitergereicht werden. Die Arbeit muss dann ein fachlich qualifiziertes Unternehmen durchführen, d.h. ein anerkanntes Stadtplanungs- oder Ingenieursbüro, denn die KfW zahlt auf Rechnung. 

 

Nur: der KfW-Zuschuß wird erst nach Anfallen der Kosten gezahlt, bestenfalls im 6-Monats-Rhythmus. Die Kommune muss die Kosten also vorstrecken, oder die durchführende Organisation wartet mind. 6 Monate auf die Auszahlung. Das dürfte für kleinere Unternehmen schwierig sein. Angesichts der angespannten Finanzlage ist es auch für Kommunen herausfordernd und zieht einen bürokratischen Rattenschwanz nach: Das Budget muss im Haushalt eingestellt werden, Risikomanagement (denn was passiert, wenn die Ziele zur CO2-Einsparung nicht erreicht werden und die KfW den Zuschuss nicht zahlt?), usw.

 

Fazit: Eine gute Idee, aber praktisch schwer umzusetzen. Wirklich schade und vor diesem Hintergrund kein Wunder, warum viele Mittel gar nicht erst abgerufen werden.

Weitere Optionen

Eine weitere Option finanzielle Unterstützung zubekommen sind natürlich Stiftungsmittel. Aber auch hier berichtet die versierte Szene, dass diese hoffnungslos überlaufen sind und sich vor Anträgen kaum retten können. Bestätigt findet sich diese Aussage bei der LOTTO-Stiftung Berlin. Hier heißt es auf der Webseite: "Um in den Genuss einer Förderung durch die Stiftung zu kommen, muss ein Antrag gestellt werden. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die Entscheidung über Ihren Antrag frühestens nach 9 Monaten getroffen wird. Insofern berücksichtigen Sie bitte, dass Ihr Antrag mindestens 9 Monate vor Projektbeginn bei der Stiftung eingehen muss.  Aufgrund des derzeit hohen Antragsaufkommens wird dringend empfohlen, bereits jetzt Anträge für das Kalenderjahr 2027 einzureichen."


Weitaus vielversprechender scheint dagegen eine Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen, die sich a) mit der Förderlandschaft bestens auskennen, b) oftmals bereits über Mittel verfügen und c) die Expertise einer wissenschaftlich fundierten Begleitung und damit die Voraussetzung der Projektadaption gewährleisten. Hier ist Zukunftslust e.V. bereits in Gesprächen mit namenhaften Vertretern und findet an dieser Stelle als Referenzprojekt großen Anklang.


Eine weitere Möglichkeit ist ein Zusammenschluss mit der Industrie, d.h. man sucht sich finanzkräftige Partner, die in das Zukunftslust-Projekt investieren, um daraus eine Wertschöpfung zu erzielen und/oder um das Projekt als Best-Practise-Beispiel für Marketingzwecke zu nutzen.


Im besten Fall schaffen wir es aus eigener Kraft und sammeln über projektbezogene Fundraising-Aktionen Spendengelder ein. Einziger Nachteil: man kann im Voraus schlecht planen.

Unterstützer gesucht

Die Mittelakquise ist also ein breites Feld und raubt uns derzeit viel zeitliche Kapazität, weshalb wir für diesem Bereich dringend Unterstützung suchen. Wer kennt sich mit Fördermittelanträgen aus? Wer ist unter Umständen in der Szene bereits gut vernetzt? Oder wer kennt vielleicht ein Industrieunternehmen, welches Interesse an ein Zusammenarbeit hat und kann uns einen Kontakt machen? Oder wer möchte sich gezielt mit dem Thema Fundraising beschäftigen und hat möglicherweise hier schon Erfahrungen gesammelt? Bitte meldet euch, wenn ihr hier weiterhelfen möchtet oder euch gezielt dieser Aufgabenstellung widmen wollt.

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