ENERGIE  |  von Ulrike Linnig

Unser Kiez ist für Wärmenetze geeignet

Wärmewende mit Zukunftslust: Das sind die nächsten Schritte


Bei der Wärmewende in unserem Kiez tut sich einiges. Hier ein Überblick, was gerade passiert – und wie ihr mitmachen könnt.


Ende Juni hat Berlin fristgerecht seinen neuen Wärmeplan veröffentlicht. Darin steht: Unser Kiez hat eine „hohe Eignung für Wärmenetze“. Dabei unterscheidet der Plan nicht zwischen Fern- und Nahwärmenetz. Aber was bedeutet das genau? Und was steckt hinter dem Wärmeatlas, in dem diese Einstufung zu finden ist?

Online-Infoveranstaltung

Genau das wollen wir gemeinsam mit euch klären. Anfang September laden wir deshalb zu einer Online-Infoveranstaltung ein. Dort schauen wir uns den Wärmeatlas und die Karten gemeinsam an und beantworten eure Fragen.

 

Termin, Uhrzeit und den Link zur Anmeldung geben wir bald bekannt.

 

Interesse? Schreibt gerne schon jetzt eine Nachricht an unseren Energie-Guide Ulrike Linnig.

Neues Projekt: Heattogether

Im August startet unsere Teilnahme am EU-geförderten Projekt heatogether. Wir arbeiten dabei mit dem DGRV, dem Ifeu und der Hochschule Mainz zusammen.


Gemeinsam mit Prof. Thomas Giel von der Hochschule Mainz – einem der führenden Experten auf diesem Gebiet – untersuchen wir, ob sich unser Kiez für ein Nahwärmenetz eignet.

Was wird dabei gemacht?

 

Die Forscher:innen schauen sich zum Beispiel an:

  • Wie hoch ist der Wärmebedarf in den einzelnen Straßen?
  • Welche größeren Gebäude (Schulen, öffentliche Liegenschaften) oder Betriebe (inkl. Krankenhäuser und Seniorenheime) kommen als "Ankerkunden" für ein Nahwärmenetz infrage?
  • Wo gibt es schon Interesse oder bereits installierte Wärmepumpen?

 

Daraus entsteht eine erste Einschätzung: Lohnt sich ein Nahwärmenetz für uns – auch wirtschaftlich? Genutzt werden dafür vorhandene Daten und Erfahrungswerte aus ähnlichen Projekten, noch keine Angebote von Firmen. Genau deswegen heißt es Vor-Untersuchung, nicht Machbarkeitsstudie.

 

Wichtig: Diese Vor-Untersuchung ist für uns kostenlos. Sie soll uns eine Grundlage geben, um zu entscheiden: Machen wir weiter oder nicht?

Anschließend berät uns der DGRV auch dazu, wie ein Wärmenetz organisatorisch umgesetzt werden könnte. Auch das fließt in unsere Überlegungen ein.

 

Der Zeitplan

 

  • Juli bis September: Daten sammeln
  • September: Vor-Untersuchung durchführen
  • Oktober: Ergebnisse vorstellen

 

Fällt die Einschätzung positiv aus und gibt es ausreichend Interesse am Anschluß an ein lokales, fossilfreies Nahwärmenetz, könnte danach eine Machbarkeitsstudie folgen. Diese kann zum Beispiel über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert werden.

 

Macht mit!

 

Wir stellen euch die Ergebnisse im Herbst vor Ort vor, und freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer! Wenn ihr Fragen oder Anregungen zu der Studie habt, meldet euch gern bei unserem Energie-Guide Ulrike Linnig. Oder kommt zu unserem nächsten Stammtisch im Tomasa Lichterfelde, am 26. August ab 19.30 Uhr.

 

Das nächste Treffen der AG Strom und Wärme findet am 16. August von 14-16 Uhr statt. Auch hier freuen wir uns auf neue Teilnehmer, Anmeldung ebenfalls über Ulrike Linnig. (Danach teilen wir Euch die genaue Adresse im Kiez mit).

 

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