
ART DES MONATS • ERSTAUNLICHES AUS FLORA UND FAUNA | von Lisa Wiebe
Das Heupferd (Tettigonia viridissima)
Kein Pflanzenfresser
Wenn wir an Heuschrecken denken, dann denken wir oftmals an eine Wiese mit vielen Grashüpfern, die auseinander schwirren, dort, wo wir unseren Fuß hinsetzen. Doch die Ordnung der Heuschrecken hat noch viel mehr zu bieten. Grob unterteilt man sie in Langfühler- und Kurzfühlerschrecken. Die die meisten Kurzfühlerschrecken sind die typischen Wiesenbewohner, die sich zumeist von Gräsern ernähren.

Heupferd - Foto: Bettina Böhme | pixabay
Heupferd - die größte Heuschrecke Deutschlands
Doch heute soll es um einen Vertreter der Langfühlerschrecken gehen, deren Fühler in der Regel länger als ihr Körper sind. Das Grüne Heupferd lebt vor allem räuberisch und ernährt sich von kleineren Insekten.
Von denen gibt es eine ganze Menge, denn das Heupferd mit seinen 3-4 cm Körperlänge ist sie die größte Heuschrecke in Deutschland. Man findet diese Tiere nicht nur auf der Wiese, sondern auch an Wald- und Wegrändern, in Obstgärten, auf Feldern und in Gärten oder Parks.
Feines Gehör zum Schutz vor Fressfeinden
Vielleicht seid ihr diesen Tieren auch schon einmal in eurer Wohnung begegnet, denn sie werden durch Licht angelockt und schauen gerne mal durch ein offenes Fenster bei euch vorbei.
Aber keine Angst: auch wenn die Weibchen einen Legebohrer, der ein bisschen wie ein Säbel aussieht am Hinterteil tragen, dient dieser nur zum Ablegen der Eier in lockerem Erdboden.
Stechen können die Heupferde damit nicht. Man kann sie ganz einfach nach draußen tragen und auf der nächsten Grünfläche aussetzen bzw. fliegen sie auch davon.
Heupferde haben ihre Hörorgane an den Knien, die so empfindlich sind, dass sie sogar die Ultraschallrufe der Fledermäuse hören können, und sich schnellstmöglich in Sicherheit bringen, denn für diese sind Heuschrecken ein beliebter Snack.

Heupferd - Foto: Kathy Buscher Pixabay
Heupferd Weibchen bei der Eiablage

Foto: Sam Thomson - wikimedia






