VEREINSINTERN |  von Annette Eni

Ein neuer Abschnitt für Zukunftslust – und für mich

Zukunftslust hat einen neuen Vorstand


Bei unserer letzten Mitgliederversammlung am 19. August 2026 wurde ein neuer Vorstand für Zukunftslust e. V. gewählt. Ich selbst bin nicht erneut angetreten und habe damit meine Vorstandsverantwortung an Ulrike Linnig abgegeben, der ich für ihre neue Aufgabe viel Erfolg wünsche.

Rückblick

Die vergangenen eineinhalb Jahre waren für mich eine intensive und prägende Zeit.


Als ich 2025 begann, mich für ökologische Transformation und Klimaanpassung in unserem Wohnumfeld einzusetzen, hatte ich zunächst ein Jahr berufliche Auszeit vorgesehen. Daraus wurde ein längerer Weg, auf dem ich mich mit viel Energie dem Aufbau und der Entwicklung von Zukunftslust widmen konnte. Gemeinsam haben wir einen soliden Grundstein gelegt.


Mein Anliegen bleibt unverändert: Wir müssen die ökologische Transformation nicht nur diskutieren, sondern konkret voranbringen. Und das so schnell wie es irgendwie geht.


Gleichzeitig ist mir klarer geworden, wo ich meine Stärken besonders wirkungsvoll einbringen kann: Ideen entwickeln, Veränderungen anstoßen, Projekte auf den Weg bringen und Themen in den öffentlichen Diskurs tragen – auch dann, wenn das unbequem ist. Diese Rolle unterscheidet sich von der Aufgabe eines Vorstands, die stärker von Abstimmung, Ausgleich und Konsensbildung geprägt ist.

Ausblick

Inzwischen engagiere ich mich auch parteipolitisch und gerade deshalb war mir eine klare Trennung von meiner bisherigen Vorstandsrolle wichtig.


Zukunftslust soll seinen eigenen, dialogorientierten Weg frei gestalten können – unabhängig von den Positionen, die ich künftig im politischen Raum vertrete.


Ein besonderer Schwerpunkt meines Engagements bleibt dabei die Weiterentwicklung unserer Demokratie. Ich bin überzeugt, dass Bürgerinnen und Bürger stärker in politische Entscheidungen einbezogen werden sollten – zum Beispiel durch institutionalisierte Bürgerräte. Die Stimmen der vielen Menschen, die im politischen Alltag oft wenig Gehör finden, verdienen mehr Gewicht.


Mein Rücktritt aus dem Vorstand bedeutet daher keinen Rückzug von Zukunftslust. Ich freue mich darauf, den Verein weiterhin mit Ideen, Projekten und Engagement zu unterstützen – in einer Rolle, die meinen Stärken und Überzeugungen entspricht.

Ein neuer Schwerpunkt bei Zukunftslust

Mit meinem Rücktritt als Vorstandsvorsitzende von Zukunftslust habe ich bewusst Raum für eine neue Aufgabe geschaffen. Ich werde mich künftig innerhalb von Zukunftslust verstärkt für das Handlungsfeld Gesellschaft engagieren.


Dabei möchte ich mich insbesondere mit der Frage beschäftigen, wie Beteiligung so gestaltet werden kann, dass nicht immer nur die Lauten und ohnehin Engagierten zu Wort kommen, sondern den Leisen eine Stimme geben.

Eine Stimme für die Leisen

Wie erreichen wir Menschen, die bisher keinen Anlass, keine Zeit oder vielleicht auch keine Lust hatten, sich einzubringen? Wie schaffen wir Beteiligungsformen, die unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar machen und auch denjenigen eine Stimme geben, die sich sonst eher zurückhalten?


Dazu gibt es bereits ein erstes Projekt, mit dem ich mich derzeit beschäftige. Im nächsten Newsletter werde ich euch mehr darüber erzählen.


Denn das Potenzial ist da – in unserem Bezirk, in den Initiativen und vor allem in den Menschen, die hier leben.

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