MOBILITÄT  |  von Stefan Lieb

Gut zu Fuß in Lichterfelde-Ost

Unsere Idee: Ein Premiumweg für den Kiez


In Berlin wird durchschnittlich mehr als jeder dritte Weg (35%) zu Fuß zurückgelegt und nur knapp jeder vierte mit dem Auto.


Dennoch findet der Fußverkehr in den zahlreichen Mobilitätsdebatten noch immer wenig Berücksichtigung. Der Verein FUSS e.V. setzt sich seit Jahren dafür ein, dass auch diese Form der Fortbewegung in die Verkehrsplanung mit einfließt.

Fußverkehr als Basismobilität verstehen

In zwei Lebensabschnitten gehen die Menschen besonders häufig zu Fuß: als Kinder und Jugendliche sowie im Alter.


In unserem Kiez ist jeder vierte Einwohner über 65 Jahre alt und man kann sich vielleicht vorstellen, dass sich manch älterer Mensch einen ebenen Bürgersteig wünscht, um nicht versehentlich zu stolpern oder auch, um den Rollator bequem schieben zu können.


Und es gibt viele Ziele bei uns, die man gerne zu Fuß erreichen möchte: Das Krankenhaus Bethel, den Marienplatz, Kitas, Arztpraxen, Seniorenheime, die Villa Folke Bernadotte, die Botschaft oder die Pfefferwerk-Einrichtung, aber auch das Willi-Graf-Gymnasium und die Hochschule für Management und Recht werden zu Fuß angesteuert.


Auf keinen Fall vergessen werden darf der beste Freund des Fußverkehrs, nämlich der öffentliche Nahverkehr, als Ziel und Quelle des Fußverkehrs. In unserem Kiez sind das der Bahnhof Lichterfelde-Ost und die Busstationen am Ostpreußendamm und in der Königsbergerstraße.


Perspektivischen sollen die Kiezanwohnenden natürlich auch gut zu den Lade- und Verleihstationen des Zukunftslust-Sharingangebots mit den elektrischen Leichtfahrzeugen gelangen.


Der Fußverkehr ist also die Basismobilität, die andere Mobilitätsarten ideal verbinden kann. Man muss ihn nur gehen lassen.

Blindenübergang im Jungfernstieg - leider nicht richtig ausgeführt

Geflickter Gehweg im Kiez - alles andere als barrierefrei

Premiere: ein Premiumweg im Kiez

Damit möglichst viele Besucher und Einwohner diese Ziele erreichen können, schlagen wir einen Premiumweg mit einem Seitenast durch unseren Kiez vor. Und „möglichst viele“ bedeutet natürlich insbesondere, dass Menschen mit Einschränkungen diesen Weg zu Fuß oder mit Hilfsmitteln gut nutzen können, denn Barrierefreiheit ist für erstaunlich viele Menschen wichtig, oft unabdingbar - und für alle anderen zumindest angenehm.


Wie dieser Premiumweg aussehen und wie er durch den Kiez verlaufen könnte, wollen wir gemeinsam erarbeiten und diskutieren. Daher freuen wir uns, über Kommentare, Ideen und Anregungen von euch. -Und natürlich auch über weitere aktive Mitglieder in unserer Mobilitätsgruppe. Schreibt uns daher gerne ein Email.


Weitere Details zum Premiumweg findet ihr in Kürze auf der Seite Fußverkehr.

Artikel Teilen

weitere Artikel