ART DES MONATS • ERSTAUNLICHES AUS FLORA UND FAUNA   |  von Lisa Wiebe

Der Maulwurf (Talpa europaea)

Ein Maulwurf im Garten deutet auf gute Bodenqualität


Auch wenn wir die kleinen Insektenfresser selten zu Gesicht bekommen, in der Landschaft und in unseren Gärten können wir oft ihre Spuren entdecken, – die typischen Maulwurfshaufen. Wenn der Maulwurf da ist, wissen wir: hier ist der Boden in Ordnung, denn es gibt viele Regenwürmer, Engerlinge und andere Insekten, denn diese stehen auf dem Speiseplan der drolligen Gesellen ganz weit oben.

Ein Einzelgänger

Maulwürfe sind die meiste Zeit als Einzelgänger unterwegs und graben ihre Tunnel in bis zu einem Meter tief durch die Erde. Nur zur Paarungszeit finden sich Weibchen und Männchen zusammen.


Durch ihre Grabetätigkeit durchlüften sie den Boden und fressen neben den nützlichen Regenwürmern auch schädliche Insektenlarven oder Schnecken. Damit sind Maulwürfe im Gegensatz zu Wühlmäusen sehr angenehme Nachbarn im Garten, da sie keine pflanzliche Kost schätzen und die Gewächse im Garten in Ruhe lassen.


Jetzt im Frühjahr kommen bald die Jungen zur Welt und werden mehrere Wochen von der Mutter aufgezogen.

Unverständlich

Es gibt allerdings Menschen, die stören sich an dem Maulwurf wegen seiner Erdhaufen auf dem Rasen. Dabei sind diese kahlen Erdstellen ein Segen für weniger konkurrenzstarke Pflanzen, die mehr Licht brauchen als andere und von solchen Kahlstellen profitieren.


Damit fördert der Maulwurf aktiv die Biodiversität. Und wenn man zusätzlich seinen Rasen etwas höher stehen lässt, wodurch sich ebenfalls mehr Arten ansiedeln können, dann fallen die kleinen Häufchen auch nicht weiter auf.

Der Maulwurf steht unter Naturschutz

Zudem steht der Maulwurf unter Schutz. Wer ihm nachstellt, ihn fängt, verletzt oder tötet, verstößt gegen das Bundesnaturschutzgesetz.


Ich habe schon von den verschiedensten Vergrämungsstrategien gehört: Geräte, die Töne in der Erde erzeugen, Duftstoffe wie Knoblauch im Gang des Maulwurfs, Gift und rohe Gewalt mit dem Spaten. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Ist ein Maulwurf weg, wird das Revier schnell von einem anderen besetzt. Und wie gesagt, diese Maßnahmen sind verboten!

Darum lasst uns den Maulwurf als harmlosen, wenn auch zuweilen chaotischen Nachbarn begreifen, der uns Abwechslung in den Garten bringt und den einen oder anderen Schädling wegfuttert.


Und wer die Haufen noch immer nicht ertragen kann, der greife zur Harke und verteile die Erde. Dann ist die Spur schnell beseitigt und Niemand kommt zu schaden.

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Vom kleinen Maulwurf...

Wer noch ein Buch zu Ostern an die Kleinen verschenken möchte, dem empfehle ich:


"Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat." von Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch.


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Matz der Maulwurf

Oder für die ganz, ganz Kleinen das Fingerpuppenbuch "Matz der Maulwurf" von Carlsen, das es leider nur noch gebraucht zu kaufen gibt, z. B. bei Medimops.

Annette: "Dieses Buch haben meine Kinder so geliebt, dass es immer noch einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal hat."

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