
WASSER | von Annette Eni
Am 22. März feierten wir den Weltwassertag
Rund 250 Lichterfelder:innen und Berliner:innen waren dabei
Am Sonntag, dem 22. März, hatten wir zum Weltwassertag ins LIO-Einkaufszentrum eingeladen und rund 250 Lichterfelder:innen und Berliner:innen nahmen die Gelegenheit wahr, sich über die Ressource Wasser, die anstehenden Herausforderungen sowie über mögliche Handlungsoptionen zu informieren.

In familiärer Kiezatmosphäre konnten sich die Besucher:innen an einer Reihe von Beratungsständen, u.a. vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen e.V., kurz UfU, Zukunftslust, dem ortsansässigen Installationsunternehmen für Regentonnen und Zisternensysteme KYKILLUS und dem Start-up Simontrees, rund um das Thema Wasser informieren.
Darüber hinaus gab es natürlich auch Kaffee und Kuchen, Kunst von Alber Heiser, Bastel- und Experimentiertische sowie das Zukunftslust-Wasser-Quiz, das mit über siebzig Teilnehmern allgemeines Wasser-Wissen spielerisch vermittelte.

Unser Zukunftslust-Guide, Klaus Pons, gab während seines Vortrags einen tieferen Einblick in die Wasserthematik und erklärte anschaulich die Historie des Berliner Abwassersystems. Dieses wurde von dem Ingenieur James Hobrecht in Zusammenarbeit mit dem Arzt Rudolf Virchow entwickelt und in den Jahren 1873 bis 1893 fertiggestellt. Dieses "Radialsystem" einschließlich der dazugehörigen "Rieselfelder" machte Berlin damals zur Stadt mit der modernsten Entwässerung und zur saubersten Stadt der Welt.
Niklas Müller vom UfU, ging in seiner Keynote auf den weltweiten Wasserkreislauf ein und machte auf die verschiedenen Möglichkeiten der Selbstwirksamkeit, wie Wassersparen, Wassersammeln und Wiederverwendung aufmerksam.
Urban Aykal und die Bäke
Urban Aykal, unser Bezirksstadtrat für Umwelt, Straßen und Grünflächen, nahm in seiner Rede die Zuhörer zunächst mit ins 19. Jahrhundert, als die Bäke, früher „Telte“ genannt, noch eine 120 Meter breite Auenlandschaft war, und erzählte, "Die Bäke war ein wasserreicher Bach, der vom Steglitzer Fichtenberg bis zum Griebnitzsee floss. Im frühen 20. Jahrhundert wurde ihr Lauf weitgehend zerstört und in den Teltowkanal integriert. Heute sind nur noch kleine Teilstücke, wie der Bäketeich im Bäkepark, als Reste des einstigen Flusstals sichtbar."
Ganz im Sinne des Klimaschutzes und der vom Bund geförderten "Wiedervernässung von Mooren und Auenlandschaften", strebt Aykal eine "Renaturierung der Bäke" an und berichtete des Weiteren davon, dass er das Vorhaben bei der Berliner Senatsverwaltung eingereicht hatte, dieses aber seitens der amtierenden Koalition von CDU/SPD nicht priorisiert, d.h. abgelehnt wurde.

Aykal versprach, dass er, je nach Ausgang der Abgeordnetenhauswahl im September, das Projekt wieder aufnehmen wird, da es aus seiner Sicht nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Biodiversität und Grundwasserversorgung, sondern zugleich auch einen gesellschaftlichen Mehrwert hinsichtlich der Naherholung in der unmittelbaren Umgebung und zur Naturbildung für die umliegenden Schulen und Kindertagesstätten bieten würde.
Ein schöner Tag und ein Gewinn für alle
Am Ende wurde aus allen Wasser-Quiz-Teilnehmenden der Gewinner der 300 Liter Speidel-Regentonne ermittelt, und so nahm ein spannender Weltwassertag in Lichterfelde einen schönen Ausklang und zeigte einmal mehr, dass auch kleine Aktionen in verschiedener Hinsicht viel Wirkung erzielen können.
Wir möchten uns noch einmal bei allen Mitwirkenden, vor allen Dingen bei dem Centermanagement der JAGDFELD REAL ESTATE für die kostenfreie Bereitstellung der Atriumfläche im LIO und der Firma Speidel Tank- und Behälterbau GmbH für die Spende der Regensäule, bedanken.







