WASSER  |  von Klaus Pons

Wasserwelten

Wenn Schüler*innen das Wasser zur Chefsache machen


Was passiert, wenn 60 junge Menschen einen ganzen Vormittag lang über Wasser nachdenken? Es entstehen Ideen, Fragen und jede Menge Tatendrang. Genau das durfte ich am 14. September an der Rudolf-Steiner-Schule Berlin-Dahlem erleben.


Der Verein „Die Multivision e.V.“ hat mit dem Projekttag „Wasserwelten“ an fünf Berliner weiterführenden Schulen gezeigt, wie lebendig Umweltbildung sein kann. Ich war als Gast für Zukunftslust e.V. eingeladen – gemeinsam mit Louis Kott von der Berliner Regenwasseragentur. Und ich kann vorwegnehmen: Ich bin mit einem richtig guten Gefühl nach Hause gegangen.

Vier Themen, viele Antworten

Bevor wir Gäste auf die Bühne kamen, hatten die rund 60 Schülerinnen und Schüler schon ganze Arbeit geleistet. In Gruppen haben sie Projekte zu vier großen Wasserthemen erarbeitet und vorgestellt:


  1. Verschmutzung durch PFAS, Mikroplastik und Arzneimittel – Wie verhindern wir, dass neue Schadstoffe überhaupt ins Wasser gelangen?
  2. Extremwetter, Wasserknappheit und Klimawandel – Wie kann sich unsere Stadt besser vorbereiten, und wie machen wir den Zusammenhang zwischen Klima und Wasser sichtbar?
  3. Trinkwasser oder Flaschenwasser – Was macht mehr Sinn: Leitung oder Flasche?
  4. Wasser als unterschätzte Ressource – Warum reden alle über Energie und CO₂, aber kaum über Wasser? Stichworte: virtuelles Wasser und der Wasser-Fußabdruck unserer Produkte.


Wer wollte, konnte auch ein eigenes Thema wählen – Hauptsache, es ging um die Lösung einer echten Wasser-Herausforderung. Mir gefällt dieser Ansatz sehr: Nicht beim Problem stehen bleiben, sondern nach Lösungen suchen.

Auf dem Podium: neugierige Fragen, offene Gespräche

Um 12 Uhr ging es in der Aula los. Auf dem Podium saßen Louis Kott, ich, ein Schüler und die beiden Moderatoren von Die Multivision e.V. . Die Diskussion war von Anfang an angeregt.


Besonders spannend wurde es, als das Gespräch auf das eigene Schulgelände kam. Wie geht die Schule heute mit Regenwasser um – und was wäre noch möglich? Gemeinsam mit Louis Kott haben wir festgestellt: Da gibt es noch einige freie Handlungsfelder.


Genau das finde ich so ermutigend. Wasserschutz beginnt nicht irgendwo weit weg, sondern auf dem eigenen Schulhof. Ob Regenwasser gesammelt, für Grünflächen genutzt oder vor Ort versickert wird – hier können Schülerinnen und Schüler ganz konkret selbst etwas bewegen und die Ergebnisse jeden Tag sehen.

Mein Fazit: Die Zukunft ist in guten Händen


Ein herzliches Dankeschön an Die Multivision e.V. für die tolle Organisation, an Louis Kott für den spannenden Austausch und an die Rudolf-Steiner-Schule Dahlem für die Gastfreundschaft. Ich bin gespannt, welche Ideen zum Regenwasser auf dem Schulgelände bald Wirklichkeit werden.


Und an alle, die jetzt selbst Lust bekommen haben: Sprecht uns an! Bei Zukunftslust e.V. freuen wir uns über jede Mitstreiterin und jeden Mitstreiter, und das Thema Wasser ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

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